TEST: Ist Google reif für die Tonne?
BY: MICHAEL NICKLES
Viele schimpfen über die zunehmend schlechteren Suchergebnisse bei Google: immer mehr Werbung und Links zu "Fake-Seiten", die in der Fundliste versprochene Dinge gar nicht liefern. Dennoch halten viele aus Gewohnheit an Google fest. Gibt es inzwischen endlich brauchbare Alternativen?
Der Aufhänger für diesen Suchmaschinen-Test war ja der Neuling Hulbee, der mit seiner Pressemitteilung drauf aufmerksam gemacht hat, dass die Zeit zum "Wechseln" reif ist und viele "Noch-Google"-Nutzer angeblich dazu bereit sind. Was taugt also eine Suche mit Hulbee.de nach den Schlagworten "der billigste PC der Welt"? Das hier:
Hulbee.de: Erfreulicherweise sind die ersten Treffer in der Fundliste nicht von kommerziellen Anzeigen belegt (zumindest momentan noch nicht), sondern es geht gleich zur Sache. Eine Besonderheit bei Hulbee.de ist ja die "Datenwolke", ein Mechanismus der intelligent Zusammenhänge zu relevanten Themen finden willl. Und in der Datenwolke ist deutlich hervorgehoben auch Nickles.de aufgeführt (siehe Pfeil). Hulbee.de hat also tatsächlich erkannt, dass dieses "Der billigste PC der Welt"-Thema was mit Nickles.de zu tun hat.
Im Gegensatz zu Google und Bing liefert auch Hulbee.de zig sinnvolle Links, die auf das Nickles-Projekt verweisen. Im Prinzip sind das die gleichen Seiten, die auch von Yahoo gelistet werden. Das ist wenig verwunderlich, weil Hulbee.de als Grundlage für seine "Datenwolke" den indizierten Datenbestand von Yahoo verwendet beziehungsweise mit eigenen Methoden auswertet.
Dadurch erkennt Hulbee in der angezeigten Datenwolke ja auch folgerichtig, dass es sich bei "Der billigste PC der Welt" um ein aktuelles Projekt von Nickles.de handelt. Direkte Links zu Nickles.de in der Fundliste liefert natürlich auch Hulbee nicht, weil es im Yahoo-Datenbestand halt keine Links zu Nickles.de gibt.
Folglich bringt auch ein Klick auf "Nickles.de" in der Datenwolke nichts. Dann hängt Hulbee an die Suchworte "der billigste PC der Welt" halt noch "nickles.de" hinten dran und findet dann auch nichts Zusätzliches, weil es Nickles.de im Yahoo-Index halt nicht gibt.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Datenwolke nichts taugt. Sie ist in vielen Fällen eine sehr praktische Funktion, um Suchergebnisse einzugrenzen oder verwandte Dinge zu einem Suchthema zu finden, an die man selbst vielleicht gar nicht denkt.
Welche Suchmaschine ist bei diesem Suchexperiment also der Sieger? Im Fall von Nickles.de gibt es eigentlich keinen. Google und Bing liefern zu viel "Schrott", nur Yahoo und damit auch Hulbee liefern recht viele brauchbare Links zur Sache im sichtbaren Fundlisten-Bereich.
Im Hinblick auf die kirre kunterbunte Startseite von Yahoo, ist die Nutzung von Hulbee auf jeden Fall schon mal optisch attraktiver. Und: Hulbee findet linktechnisch das Gleiche wie Yahoo, es gibt aber zusätzlich die in vielen Fällen sehr praktische Datenwolke.
Als Fazit bleibt: es lohnt sich auf jeden Fall, mal nicht mit Google (oder Bing) zu suchen und auch mit Hulbee (oder Yahoo) im Netz zu stöbern. Hulbee hat gegenüber Yahoo halt den Vorteil, dass es generell die gleichen Ergebnisse liefert, aber zusätzlich zum Stöbern die Datenwolke anbietet. Und: die Startseite ist aufgeräumter als bei Yahoo.
Wer wirklich alles Relevante zu einem Thema finden will, hat aktuell eigentlich nur eine Chance: mehrere Suchmaschinen verwenden.
Quelle: http://www.nickles.de/c/s/test-hulbee-der-herausforderer-668-6.htm
